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Grüner Strom: Photovoltaikanlage auf dem Dach der DIVIS

Bordesholm, 25. November 2017

photo©littleartvector | Fotolia
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DIVIS steht in jedem Bereich für wertorientiertes Handeln und Nachhaltigkeit. Das gilt für die Lösungen, die wir für unsere Kunden entwickeln, und darüber hinaus. Dazu gehört auch die Solarstromanlage auf dem Dach des DIVIS-Standortes in Bordesholm. Die 2013 installierte Anlage hat eine Kapazität von 54,6 kWp (Kilowattpeak) und deckt fast 50% des Eigenverbrauchs bei DIVIS ab. Von insgesamt erzeugten 46.817 kWh Solarstrom im Jahr 2017 wurden bei DIVIS 46% im laufenden Betrieb genutzt und der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist.

Der umweltschonende Umgang mit Ressourcen ist im 21. Jahrhundert ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Neben eher abstrakten Kennzahlen, wie CO2-Emissionen und Umweltbelastung, gibt es dabei aber auch eine praktische Seite. Während bis vor einigen Jahren, aufgrund satter Vergütungen für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom, Photovoltaikanlagen (auch PV oder PVA) auch in Privathaushalten noch eine beliebte Anschaffungen waren, ließ das Interesse am Solarstrom schlagartig nach, als 2012 die Bezuschussung hierfür drastisch eingeschränkt wurde. Dabei leistet die „grüne Stromerzeugung“ weit mehr als Rückvergütungen.

 

Grund genug, es zu tun

Stromspeicher ist zwar noch immer eine eher kostspielige Alternative. Das Photovoltaikmodell ist im Hinblick auf mögliche Einsparungen und den Umweltschutz dennoch nach wie vor ein attraktiver Ansatz. Dabei hat sich lediglich der finanzielle Fokus verschoben: Anstatt 100% des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einzuspeisen, ist es inzwischen lohnender, durch Eigennutzung des erzeugten Stroms die eigene Stromrechnung zu senken und nur den Überschuss, wenn kein oder wenig Speicher vorhanden ist, einzuspeisen.

 

Eine Rechnung mit großem Plus 

Eine Photovoltaikanlage mit 1.000 Watt Nennleistung erzeugt jährlich zwischen 950 und 1250 Kilowattstunden Strom. 1000 Watt Nennleistung (=1 Kilowattpeak) entspricht 4-6 Photovoltaikmodulen verteilt auf ca. 8-10 m2 Dachfläche. Die Solarstromausbeute ist natürlich abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z.B. der optimalen Ausrichtung. Sie wächst aber in jedem Fall proportional mit der Anzahl der eingesetzten Photovoltaikelemente. Das Magazin Finanztest (Ausgabe 12/2017) schätzt: Eine 5 Kilowatt-Anlage erzeugt bei guter Ausrichtung zwischen 4300 und 5000 kWh Strom im Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch eines vierköpfigen Privathaushaltes.

Mit Montage kostet die Installation einer Photovoltaikanlage aktuell 1200 bis 1500 Euro netto pro Kilowatt. Eine 5-Kilowatt-Anlage kann also für 6000 bis 7500 Euro realisiert werden. Zusätzlich verursacht die Anlage jährlich durchschnittliche laufende Kosten für Versicherung. Wartung und eventuelle Reparaturen von circa 120 Euro. Die fällige Mehrwertsteuer kann hingegen vernachlässigt werden, denn diese wird vom Finanzamt erstattet. Werden Kosten und Ertrag auf einen Zeitraum von 20 Jahren umgerechnet, kostet eine Kilowattstunde Solarstrom in der Erzeugung nur 9 bis 12 Cent, rechnet Finanztest, also nicht einmal die Hälfte des Preises für Strom von traditionellen Energieversorgern. Und mit jeder Strompreiserhöhung rentiert sich die Anlage noch schneller.

 

Praktischer Umweltschutz

Die Energiewende, also der Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien, ist viel diskutiert. Dabei geht es vordergründig um den Ausstieg aus der Atomenergie, insbesondere wegen der mit Atomanlagen verbundenen Gefahren für Mensch und Natur und das Problem der Endlagerung des Atomabfalls. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass der Hauptteil unseres Stroms auch heute immer noch aus der Kohleverbrennung stammt. Mit 13.1% Anteil am Gesamtstrom liegt die Kernenergie weit hinter Braun- und Steinkohle, die gemeinsam 40,3% ausmachen. 12,4% werden aus Erdgas gewonnen. Damit stehen drei natürliche Ressourcen an der Spitze, die zum Einen mit Belastungen für die Umwelt (CO2-Emission) in engem Bezug stehen. Zum Anderen sind ihre natürlichen Vorkommen begrenzt. Es steht also noch Einiges mehr auf dem Spiel, wenn es darum geht, sich von traditioneller Energiegewinnung ab- und neuen Technologien zuzuwenden. Die verbleibenden 27,9% der derzeitigen Stromversorgung in Deutschland (Zahlenmaterial von 2016) setzen sich unter anderem zusammen aus Windenergie, Energie gewonnen aus Biomasse, Wasserenergie und Solarstrom. Hier ist also noch viel Spielraum nach oben.

 

Wussten Sie’s?

Als Pionier der Energiewende gilt Dänemark. Der kleine nordeuropäische Staat deckte schon im Jahr 2012 bereits 30% seines Strombedarfs allein durch Windenergie. Und bis 2050 strebt Dänemark die vollständige Energieversorgung aus regenerativen Quellen an. Besonders interessant dabei: In Studien fand man heraus, dass die Energiekosten - auch in Deutschland - resultierend aus einem System, das komplett auf erneuerbaren Ressourcen basiert, auf dem gleichen Niveau oder sogar niedriger liegen würden, als bei der Energiegewinnung aus traditionellen Ressourcen.

Die Entwicklungen im Bereich Photovoltaik folgen exakt diesen Erkenntnissen. Die Kosten für die Anlagen sinken bereits seit mehreren Jahren und es ist absehbar, dass auch Speicher in Zukunft immer erschwinglicher werden wird. Tatsächlich erlebt die Technologie aktuell auch wieder einen Aufschwung. Bis September 2017 wurden in Deutschland rund 43.000 Anlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt neuinstalliert, 35% mehr als im Vergleichszeitraum 2015. Selbst ohne die bis vor einigen Jahren übliche Förderung ist Photovoltaik eben immer noch eine attraktive Lösung.

Natürlich gibt es keine Renditegarantien, da die individuellen Voraussetzungen für die Ausbeute sehr verschieden sein können und die Entwicklung der Strompreise und Einspeisungsvergütungen kaum vorhersehbar sind. Dazu kommt, dass sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten eine Photovoltaikanlage nur langfristig rentiert. Allerdings ist mit einer kalkulierten Lebensdauer der einzelnen Elemente von weit über 20 Jahren, die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man auf diesen Zeitraum gerechnet in jedem Fall nicht mit finanziellem Verlust im Vergleich zur traditionellen Stromversorgung rechnen muss. Und die Chancen stehen sehr gut, dass man innerhalb dieser 20 Jahre sogar auf ein Plus an Einsparungen bei den Stromkosten schaut.

Das ist „Win-Win“ in der Praxis: Sinkende Stromkosten bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt und Einsparung fossiler Ressourcen.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Energiewende

https://www.strom-magazin.de/info/stromerzeugung-in-deutschland/

https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/anlage

http://www.n-tv.de/ratgeber/Solaranlagen-lohnen-sich-wieder-article20135130.html

https://www.test.de/Solaranlage-Gute-Renditen-sind-moeglich-und-so-gehts-5250676-0/